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Bewegung heilt.

Die abgeknickte Sitzhaltung erzeugt einen Überdruck im Bauchraum. Dabei werden die Kapillaren der betroffenen Organe gequetscht, die Versorgung mit Blut und Sauerstoff wird behindert. 

Sauerstoffmangel behindert den Stoffwechsel und 
schädigt beinahe alle Organsysteme.
Er verursacht - oft erst nach Jahren und Jahrzehnten - schwere Irritationen und Entzündungen des Magen-Darmtrakts (z.B. Colitis, Hämorrhoiden), des Urogenitalsystems ( Prostatitis, Eierstockentzündungen, Inkontinenz), des Herz-Kreislaufsystems (Asthma, Angina pectoris), des Gehirns (Tinnitus), des Lymphsystems (Lymphödeme), des Muskel-Skelettsystems (Spondylose, Rückenschmerzen), der Nerven (Pudendusneuralgie). Das metabolische Syndrom hängt bewiesenermaßen aufs engste mit exzessiven Sitzzeiten zusammen: Bluthochdruck, Diabetes 2, Herz-Kreislaufprobleme, Schlaganfall, vorzeitige Sterblichkeit. 

Schon Schüler sitzen heute 10, 12 und 14 Stunden am Tag! Bürotätigen und Sitzberuflern ergeht es zum Teil noch schlechter!
Vielsitzen fördert den körperlichen Verfall und ist in seinen Auswirkungen dem Tabakrauchen gleichzustellen. Nicht alle, aber Millionen Vielsitzer in allen Industriestaaten sind von den genannten Symptomen betroffen und werden früher oder später zu Patienten. 

Goldstandard der Vorbeugung (Prävention) dieser Syndrome ist die "Wechselhaltung in Stehhöhe"(WHS).

Sie ermöglicht den häufigen Wechsel der Haltungen bei der Arbeit: Sitzen, Stehen, Stehsitzen und Halbsitz. Sie befreit aus dem Sitzzwang, fördert die Durchblutung und schenkt Bewegungsfreiheit am Arbeitsplatz!

Willkommen an der Front des Widerstands gegen die Diktatur des Sitzens am Arbeitsplatz im Büro und in der Schule !

Gesündere Musiker
(Leserbrief für den Osttiroler Boten)

Liebe Osttiroler Musiker!
Bitte vergebt mir, dass ich mich als Ratgeber aufspiele, aber ein trauriger Anlass gibt mir dazu den Mut und die Motivation.
Musiker werden von Versicherungen als gesundheitliche Hochrisikogruppe eingestuft, wie Piloten. Sie leiden viel häufiger unter chronischen Erkrankungen als der Durchschnitt der Bevölkerung, Berufsmusiker angeblich bis zu achtzig Prozent.
Wer ein halbes Leben mit seinem Instrument verbracht hat, den trifft z.B. die Diagnose 'Musikerkrampf' oder 'fokale Dystonie' und der ärztliche Rat, sein musikalisches Engagement zu beenden, besonders hart. Über zehn Prozent der Angestellten in deutschen Orchestern sind krankgeschrieben. Nahezu jeder achte Musiker beendet sein Berufsleben aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig-ein Drittel mehr als der Durchschnitt der Arbeitnehmer.
Die körperlichen Beschwerden hängen dabei eng mit der Spieldauer zusammen. Wer früh anfängt, wird mit höherer Wahrscheinlichkeit krank.
Bis zu 30 Stunden wöchentlich spielen Musiker in Proben und Konzerten, dazu kommt noch die tägliche Übungszeit. Ihr Körper wird ähnlich stark strapaziert wie der von Profisportlern.
Rückenschmerzen, Verspannungen im Hals-Nackenbereich, Bandscheibenvorfall, Entzündungen der Schultergelenke, Tennisarm oder andere Sehnenleiden, Repetitive Strain Injury RSI, Sehnenscheidenentzündung, Karpaltunnelsyndrom, Kieferprobleme, Schwerhörigkeit, Tinnitus, Hörsturz, Stimmbandentzündung bei Sängern, Atemprobleme werden als häufige Beschwerden von Musikern genannt.
Ein Teil der ernsthafteren Probleme ist aus meiner Sicht auf die Abknickung der Arme im Ellbogen, der Beine im Knie und des Körpers in der Hüfte bei der abgewinkelten Sitzhaltung zurückzuführen. Die Knickung der Extremitäten im Sitzen bewirkt eine Unterversorgung mit Blut, was sich z.B. auf die Funktionsfähigkeit der Handgelenke und Finger auswirkt, und der Hüftknick im Sitzen verursacht einen gefährlichen Überdruck im Bauch-Brustraum, der zu niedriggradigen chronischen Entzündungsprozessen führen kann, die nach Jahren der Irritation sogar tödlich enden können. Erhöhte Gewebekompression bedeutet immer Sauerstoffunterversorgung und damit beginnen große Probleme.
Ich würde daher allen Orchestermusikern empfehlen, wenigstens bei den Proben in Stehsitz-oder Stehhöhe zu musizieren, mit Stühlen in Gesäßhöhe (70-85 cm) statt in Kniehöhe. Dabei soll der Hüftwinkel mindestens 130 Grad betragen, um durch die Dekompression des Bauch-Brustraums im offenen Winkel die Durchblutung nicht zu behindern. Bläser kommen beim Musizieren im Sitzen doppelt unter Druck, weil sie zusätzlich zum Sitzdruck im Bauch den Betriebsdruck für das Instrument mit Zwerchfell-und Brustmuskelpressung erzeugen müssen. Bei adipösen Musikern kommt das Bauchkompartment gleich dreifach unter Druck!
Wer beim Musizieren stehen kann, wie z.B. Stehgeiger oder Bassgeiger, ist aus dem Schneider.
Leider sind die meisten Orchestergräben mit antiquierten Stühlen ausgerüstet, in denen die Musiker unter höchster körperlicher und emotionaler Anspannung auf engstem Raum zusammenhocken müssen. Jedenfalls fällt der enge Zusammenhang zwischen Vielsitzen und niedriggradigen chronisch-entzündlichen Erkrankungen auf, die nach Jahren bösartig werden können.
Orchestermusiker sollten deshalb versuchen, den obsoleten Sitzzwang wenigstens während den vielen Stunden der Probenarbeit zu vermeiden und auf einen möglichst offenen Hüftwinkel zu achten! In Skandinavien sind höhenverstellbare Stühle für Instrumentalisten ein Muss.
Als Chorsänger empfinde ich z.B.das Proben im Sitzen als beschwerlich und liebe dafür Generalproben und Aufführungen, bei denen man endlich frei stehend musizieren kann.
Die Musik bereitet ihren Jüngern offenbar derart intensive Freuden, dass die Ausübenden ihre Lage meist zu optimistisch einschätzen und das Krankheitsthema verdrängen.
Als Musterbeispiel dafür, wie sich ein Musiker durch eine unphysiologische Haltung selbst umbringen kann, nenne ich den Pianisten Glenn Gould. Sie können ihn auf Youtube sehen, wie er z.B. die Goldberg-Variationen spielt: Auf einem speziell für ihn gefertigten Niedrigstuhl (Höhe 33 cm), praktisch in der Hocke, um mit dem Gesicht möglichst nahe an der Tastatur zu sein. Er spielt phantastisch, aber: Schlaganfall und Herztod mit fünfzig! Er hat seine inneren Organe beim täglichen stundenlangen Spielen praktisch selbst zu Tode gequetscht durch übermäßigen Druck auf Abdomen und Thorax in einer extrem abgewinkelten Körperhaltung. Das tolerieren die inneren Organe auf die Dauer nicht.
Ein Hamburger Klavierpädagoge hat Konzertflügel mit höhenverstellbarer Hydraulik vorgeschlagen, ähnlich höhenverstellbaren Schreibtischen. Klavierspielen in Stehhöhe wird jedoch nach wie vor als Sakrileg betrachtet. Eine Anfrage bei der Firma Bösendorfer in Wien ergab die Antwort: „Undenkbar!".
Ich halte das Sitzen bei Musikern generell für eine Fehlhaltung. Die 'Leichtigkeit des Lebens' beim Musizieren kann durch falsches Verhalten und falsche Verhältnisse schwer beeinträchtigt werden.


ENHANCEMENT: Über die Verbesserung der menschlichen Gesundheit
durch die Verbesserung der Arbeitsplätze. Eine Hypothese
 
ABSTRACT
Sedentary behaviour and excessive sitting has become an ubiquitous habit in all industrialized societies. The author interprets 'correct' sitting as physiologically dangerous compressive behaviour causing a mild variety of the Abdominal Compartment Syndrome. Compressed capillaries in the abdomen may compromise perfusion and cause oxygen deficiencies in the affected organs. Even minor elevations in intraabdominal pressure seem to promote metabolic, gastrointestinal, respiratory, urogenital and cardiovascular organ dysfunction. The author's 'elevated abdominal compression hypothesis' still has to be verified by abdominal pressure measurements.
He advocates a revision of present ergonomic standards for a correct working posture in schools and offices.


ZUSAMMENFASSUNG

Exzessive Sitzzeiten sind heute in allen Industrieländern zur alltäglichen Gewohnheit geworden.
Die konventionelle Sitzhaltung wird als volksgesundheitliche Belastung dargestellt.
Der Verf. sieht das Sitzen als obsolete „Kompressionshaltung", die den Gewebedruck im Abdomen derart verstärkt, dass im Laufe von Jahren eine bedrohliche Sauerstoffunterversorgung der betroffenen Organe daraus resultiert.
Unter oxidativem Stress reagiert der Körper mit metabolischen, gastrointestinalen, respiratorischen, urogenitalen und kardiovasculären Symptomen und Syndromen. Die abdominale Überdruck-Hypothese des Verf. muss allerdings erst durch intraabdominale Druckmessungen bestätigt werden.
Für die Reform der Arbeitshaltung in Schulen und Büros wird eine Revision der arbeitswissenschaftlichen Empfehlungen für die „korrekte" Sitzhaltung postuliert.
Pharaonen, Kaiser, Könige und Päpste und alle, die es zu etwas gebracht haben auf dieser Welt, haben uns die thronende Sitzhaltung vorgezeigt und wer gar in den Himmel aufgestiegen war, der durfte zur Rechten des auf seinem Richterstuhl waltenden Weltengottes seinen Sitzplatz einnehmen.
Einen kulturell derart solide legitimierten und geheiligten Brauch zu kritisieren oder gar ändern zu wollen, bedarf daher der Rechtfertigung.

Meine Nachforschungen zum Thema "Sitzen" haben ergeben , dass die herkömmliche Sitzhaltung, wenn sie exzessiv praktiziert wird, nicht nur als Hauptursache für Rückenschmerzen und andere musculoskeletale Beschwerden in Frage kommt, sondern auch mit einer langen Reihe von Irritationen und Erkrankungen des metabolischen, gastrointestinalen, urogenitalen und kardiovasculären Formenkreises korreliert. Gut erforscht ist der enge Zusammenhang exzessiver Sitzzeiten mit dem metabolischen Syndrom: Bluthochdruck, Diabetes 2, Herz-Kreislaufproblemen, Schlaganfall und verminderter Lebenserwartung.(Hamilton et al. 2008; Ekblom-Bak 2009)

Dass z.B. die sogenannte „Flugthrombose" nicht vom Fliegen, sondern vom mehrstündigen beengten Sitzen im Flugzeug verursacht und auch beim Bürositzen erzeugt wird, ist bekannt.
Die Befassung mit Dekubitus, dem Wundliegen bei Bettlägrigkeit und dem Wundsitzen von Rollstuhl-Abhängigen führt zur Erkenntnis, dass stärkere kurzzeitige Drücke auf das Körpergewebe offenbar dieselben Wirkungen zeigen wie langdauernde schwache Drücke. (Seiler 2007) Die Tiefenwirkung des Sitzdrucks lässt vermuten, dass solche Drücke nicht an der äußeren Hautgrenze halt machen. Der Paradefall eines „Inside-Dekubitus" ist das Abdominale Kompartment Syndrom: Wenn in einem Kompartiment des Organismus aus verschiedenen Gründen ein Gewebeüberdruck entsteht (z.B. iatrogen oder durch Blutergüsse oder raumfordernde Geschwüre und Flüssigkeiten), muss rasch für chirurgische Dekompression gesorgt werden, sonst reagiert der Körper mit Dysplasien, Zellnekrosen und Multiorganversagen. Der normale Gewebedruck beträgt 0 bis 5 mmHg. Überschreitet dieser Druck 12 mmHg, wird das für den Patienten gefährlich bis lebensgefährlich. (Schreiter 2009)

Es fällt auf, dass viele Erkrankungen des Becken-Bauchraumes ursächlich nicht überzeugend erklärt werden können. Hier sei nun die Hypothese gewagt, dass eine lange Reihe von Irritationen und Erkrankungen des Bauch-Beckenraumes, wie z.B. Prostatitis, Pankreatitis, chronische Gastritis, ulzerative Colitis, Dickdarmkrebs, Blasenkrebs, Gebärmutterhalskrebs oder Chlamydienbefall auf exzessives Sitzen und den damit erzeugten milden kompartmentalen Überdruck im Abdomen zurückgeführt werden können. Durch die Weiterleitung des Überdrucks in den Thorax und das Cranium sind auch in diesen Bereichen
Überdruckstörungen anzunehmen.

Warum kann ein Überdruck im Körpergewebe so gefährliche Auswirkungen haben ? - Erhöhter Gewebedruck komprimiert offenbar die empfindlichen Kapillaren derart, dass der Perfusionsdruck kritisch erniedrigt wird. Das bewirkt eine Unterversorgung der betroffenen Gewebe mit Sauerstoff und
Nährstoffen. (Schreiter 2009) Sauerstoffmangel schädigt die Zellatmung und führt zu Erkrankungen bis zu Krebs. (Warburg 1956)

Es ist allgemein bekannt, dass uns das Sitzen immobilisiert und dass Bewegungsarmut unphysiologisch und auch wegen der resultierenden mangelhaften Sauerstoffversorgung gesundheitsschädlich ist. Dazu kommt die dreifache Abknickung des Körpers in Hüfte, Knie und Ellbogen, die die Zirkulation behindert und vasculäre Erkrankungen verursachen kann. Zudem wird im Sitzen ein „tropisches" Klima im Schrittbereich erzeugt, das in Verbindung mit zu enger Wäsche und Kleidung ein bakterienförderndes Milieu schafft.

Der gefährlichste Faktor dürfte jedoch ein chronisch überhöhter „Sitzdruck" und der daraus resultierende chronische Sauerstoffmangel im Bauchraum sein: Im „korrekten, richtigen" Sitzen, wie es von der traditionellen Ergonomie und der Möbelindustrie propagiert wird, entsteht vermutlich eine milde Form des abdominalen Kompartmentsyndroms wegen des erhöhten Gewebedrucks im Bauch-Beckenraum, den die inkriminierte Sitzhaltung erzeugt. Der intraabdominale Überdruck (IAH, intraabdominal hypertension) wird bewirkt durch den Druck des Oberkörpergewichts auf die Sitzfläche des Stuhls, durch den Gegendruck der Sitzfläche auf Gesäß und Beckenboden, durch die angewinkelten Oberschenkel, die gegen die Bauchwand pressen, durch den Gegendruck des Zwerchfells von oben und die vorgebeugte Haltung des Oberkörpers bei der Schreibtischarbeit, die den Druck in Thorax und Abdomen ebenfalls steigert. Möglicherweise wirkt der Sitzflächendruck auf den Damm (das Perineum) wie ein Kolben, der über die Gewebeplatte des Beckenbodens durch das kleine Becken hindurch den hydraulischen Druck in den Eingeweiden aufbaut und verstärkt.

Die hier behauptete „Sitzdruck"-Hypoxie ist eine Hypothese, die erst durch abdominelle Gewebedruckmessungen bewiesen werden muss. Dafür versuche ich ein medizinisches Institut zu gewinnen. Eigene Blutdruckmessungen im Liegen, Stehen, Sitzen und in der Hocke bestätigen die Vermutung, dass der Gewebeinnendruck steigt, je stärker der Körper abgeknickt wird.

Es gibt in Deutschland seit einigen Jahren„Entzündungszentren", die sich der Erforschung der entzündlichen Prozesse an den Grenzflächen Haut und Schleimhäuten widmen und nach den Gründen suchen, warum der natürliche Schutzmechanismus „Entzündung" zu krankhaften Störungen entarten kann, die für eine lange Reihe von chronischen Erkrankungen verantwortlich zu machen sind. Ein Forschungsergebnis zeigte z.B. , dass die natürliche Immunantwort auf Chlamydienbefall nur dann funktioniert, wenn genügend Sauerstoff in den Schleimhäuten vorhanden ist. (Roth et al. 2010) Das stützt die „Sauerstoffhypothese" des Stoffwechselforschers O.Warburg, dass chronisch intermittierender Sauerstoffmangel eine große Rolle bei der Entstehung von Krebs spielt.(Warburg 1956)

Die Entstehungsursache der meisten chronischen Entzündungserkrankungen ist ungeklärt. Viele Beobachtungen deuten darauf hin, dass sie auf Sauerstoffmangel in den betroffenen Geweben zurückzuführen sind.

Die heute in allen Industriegesellschaften ubiquitäre Gewohnheit des exzessiven Sitzens stellt nach Ansicht des Verf. einen Hauptfaktor bei der Entstehung chronischer Erkrankungen dar, weil dabei ein abdominaler Gewebeüberdruck mit korrespondierender Sauerstoffarmut erzeugt wird, der unübersehbare volksgesundheitliche Auswirkungen haben könnte. Exzessiv prolongiertes Sitzen wäre demnach als Kompressionshaltung einzustufen, das in allen Industriezivilisationen, in denen die Sitzhaltung als absolut herrschendes Paradigma einer „korrekten" Arbeitshaltung gilt, Millionen Menschen durch oxidativen Stress gesundheitlich schädigt. In diesem Sinn wären Niedrigstuhl und Niedrigtisch als Kompressionsgeräte zu sehen, die bei intermittierendem bzw. langdauerndem Gebrauch entzündliche Sitzkrankheiten ("Seditis"-Varianten) bzw. ein Kompressionssyndrom hervorrufen können. Diese Symptome und Syndrome wären als Druckkrankheiten wie Dekubitus oder das Kompartmentsyndrom einzustufen. So wie es eine Gerätemedizin gibt, müsste es auch eine Gerätepathologie geben, welche die Gesundheitsschädlichkeit kulturtechnischer Geräte beurteilt.

Aufgrund der gesetzlichen Schulpflicht und eines monoformen Möblierungsparadigmas werden heute -aus der Sicht des Verf.- ausnahmslos alle Bürger der Industrieländer in eine fragwürdige Arbeitshaltung hineingezwungen, die in unzähligen Fällen „Seditis"-Symptome und -Syndrome provoziert. Das herkömmliche Sitzen taugt zwar als Erholungshaltung für Ruhe-Intervalle und als Prestigehaltung für Autoritäten, als permanente Körperhaltung bei der Arbeit oder in der Freizeit ist es eine schwere Noxe.
Unter diesem Gesichtspunkt wird aus der Sicht des Verf. die konventionelle Arbeitshaltung in Schulen und Büros zu beurteilen und zu reformieren sein.
Literatur:
Ekblom-Bak, E. 2009: Are we facing a new paradigm of inactivity physiology? In: Br J Sports Med doi:10.1136/bjsm.2009.067702
Hamilton, M.T., Healy G.N., Dunstan, D.W., Zderic, T.W, Owen, N. 2008: Too Little Exercise and Too Much Sitting: Inactivity Physiology and the Need for New Recommendations on Sedentary Behavior. In: Current Cardiovascular Risk Reports 2008, 2:292-298
Messner, D.1996: „Arbeitshaltung 2000". In: Sichere Arbeit, Heft 4, S.39-44. Wien
Neumayr, A. 1999: Luther Wagner Nietzsche im Spiegel der Medizin. Pichler . Wien.
Roth, A., König, P., van Zandbergen,G., Klinger, M., Hellwig-Bürgel, T., Däubener, W., Bohlmann, M.K., Rupp, J., 2010: Hypoxia abrogates antichlamydial properties of IFN-y in human fallopian tube cells in vitro and ex vivo. PNAS November 9, 2010 vol. 107 no.45 19502-19507
Schreiter, D., Bold, F., Metze, M., Reske, A.P. 2009: Intraabdominelle Hypertonie. Schriftenreihe Refresher Course, S.199-208. Hrsg. Deutsche Akademie für Anästhesiologie. Fortbildung
Seiler, W.O. 2007: Effiziente Dekubitusprophylaxe mittels richtiger Lagerungen und optimaler Ernährung. Manuskript. Basel.www.oba.ch/publikationen/Seiler Dekubitusprophylaxe 29.6.2007 Version CH NEU 23pdf.
Warburg, O.1956: On the Origin of Cancer Cells. In: SCIENCE, 24 February 1956, Vol. 123, Nr. 3191
Der obsolete Brauch des vielen Sitzens bei der Arbeit beruht auf einer Konfusion von Arbeitshaltung und Erholungshaltung, welche die Architektur, die Arbeitswissenschaft und die Möbelindustrie seit etwa 100 Jahren beherrscht.

Ich lade Sie ein, sich am Kampf gegen diese Falschheitsübungen zu beteiligen, weil sie für eine Reihe von Zivilisationskrankheiten verantwortlich sind, die wir im Dauersitzen ausbrüten:

Fettleibigkeit, Diabetes 2, Bluthochdruck, Herz-Kreislaufprobleme, Schlaganfall, erhöhtes Sterblichkeitsrisiko, Thrombosen, Arthrosen, Krampfadern, Hodenkrebs, Prostatabeschwerden, verminderte männliche Fruchtbarkeit, Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfälle, Apathie und Depressionen hängen aufs engste mit unseren obsoluten Sitzgewohnheiten zusammen!
K. H. Berquet
H. M. Bien
D. Breithecker
B. Brock
U. Brüning
G. Cranz
H. Eickhoff
E. Ekblom-Bak
I. Froböse
U. Giersch
J. W. Goethe
E. Grandjean
W. Hackl-Gruber
O. Hänninen
U. Illi
R. Kampfmann
R. Koskelo
W. Laurig
J. Mc Cullagh
A. C. Mandal
B. Meyer
M. Montessori
H. Neugebauer
F. Nietzsche
M. Pinsker
B. Rudofsky
P. Sloterdijk
D. Spielmann
F. Staffel
P. Stehle
G. Steifensand
B. Tietze
H. Tilscher
T. Veblen
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Alle Persönlichkeiten, deren Namen Sie hier am Portal begrüßen, haben sich kritisch über unsere Sitzgewohnheiten geäußert oder haben den „Aufstand" selbst praktiziert.
 
Der Organisator des Widerstandes heißt
Dieter Messner,
geboren 1938 in Wien,
Studium der Germanistik und Geschichte
in Innsbruck und Wien,
College-Instructor in der Schweiz und in den USA, Gymnasiallehrer in Österreich,
heute Fachmann für die Ergonomie
des Schreibtisch-Arbeitsplatzes,
nachdem er sich zwanzig Jahre lang
intensiv mit dem Thema
„Arbeitshaltung in Büro und Schule"
beschäftigt hat.
 
Die Motivation dafür waren eigene Schmerzen, Symptome und chirurgische Eingriffe, verursacht und „erbrütet" durch jahrelange überlange Sitzzeiten in der Schule, beim Studium und bei Lektüre- und Korrekturarbeiten am Schreibtisch, obwohl er immer „sportlich" lebte.

Dabei hat er/habe ich gelernt, dass Bewegung das wichtigste „Vitamin" für die menschliche Gesundheit ist und dass der Satz „Sitzen macht krank!" richtig ist. 
Das ist zwar allgemein bekannt und wissenschaftlich bewiesen, doch hat diese Erkenntnis bisher nicht dazu geführt, unseren sitzenden Lebensstil zu reformieren.
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AUSTRIAN ERGONOMICS*)

Das hier propagierte Reformprogramm heißt

„Wechselhaltung in Stehhöhe" (WHS).

Der Arbeitsplatz ist demnach so zu gestalten, dass er den arbeitenden Menschen nicht behindert
und immobilisiert und den häufigen Wechsel der Arbeitshaltungen und damit viel Bewegung ermöglicht.

Meine Mitstreiter im Kampf gegen die Sitzknechtschaft sind Tischler, Holzkünstler und Architekten.
Sie betrachten es als ihre Aufgabe,
die „höchstgelegenen" und gesündesten Arbeitsplätze Europas zu gestalten.
*) Eine „österreichische Ergonomie" als Wissenschaft gibt es natürlich nicht, die Bezeichnung ist dennoch korrekt, weil die Wechselhaltung in Stehhöhe (WHS) i. J. 1996 zuerst in der Zeitschrift „Sichere Arbeit" der AUVA Wien propagiert  und vom österreichischen Finanzministerium ab 2007 in allen Informationszentren der österreichischen Finanzämter realisiert wurde. Daher kann von einer österreichischen Innovation und „österreichischer Ergonomie" gesprochen werden.

Austrian Ergonomics | AlpenOffice Mag. Dieter Messner | A 9951 Ainet 41 | Impressum | Datenschutzerklärung

Kontakt: Tel. +43(0)6648978259 oder info@alpenoffice.at

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